Die „Friedens-Berta 55/42“ des Karnevalverein 1838 Kaiserslautern hat jetzt ihre letzte Ruhestätte gefunden
Das einstige Geschenk des früheren Kommandierenden des Western Areal Command, General Reber hat der langjährige Vorsitzende des KVK, Udo Bröckelmann beim Sommerfest an die Verantwortlichen des Präsidiums der Badisch-Pfälzischen Karnevalvereine übergeben. So hat die Kanone, die über 70 Jahre im Eigentum des Vereins stand jetzt ihren festen Platz im Museum der Vereinigung im Wachturm, dem Sitz des zweitgrößten Landesverbandes im Bund Deutscher Karneval (BDK) bekommen. Dass sich die Karnevalisten schweren Herzens sich von ihrer „Friedens-Berta“ trennen konnten, räumte Udo Bröckelmann bei der Übergabe an Präsident Jürgen Lesmeister (Ramstein) und Geschäftsführer Gerald Bleimeier (Bellheim) ein. „Sie war schon ein Herzstück unseres Vereins, aber die Platzsituation und die damit verbundenen Auflagen um den Brandschutz machten solch eine Entscheidung notwendig“, erklärte Bröckelmann. Bei der Übergabe räumte Jürgen Lesmeister (Ramstein), dass er zunächst etwas überrascht über die Anfrage war. „Ich dachte schon, eine Kanone, oh je“. Aber Geschäftsführer Gerald Bleimeier, auch der Macher im Museum der Pfälzisch-Badischen Karnevalvereine in Speyer zeigte sich von der Idee begeistert und hatte schon gedanklich einen festen Platz für die Kanone parat. „Umso mehr freue ich mich, dass diese im Museum der Vereinigung jetzt einen festen Platz bekommen wird“. Damit die Geschichte um die Lauterer Kanone auch weiterhin bewahrt. Dabei handelt es sich bei der „Friedens-Berta“ um ein umgebautes Geschütz, das ausschließlich mit Konfetti und Bonbons geladen und nur zu Friedenszwecken genutzt. Es wurde in der Panzerkaserne in der Barbarossastadt nach Plänen von Oberst Cramer und Hans Willig gebaut. Die Feuertaufe bestand die Kanone im Jahre 1953 bei der Begegnung der Zweibrücker Freunde und der Lauterer Narrhallesen sowie anlässlich eines Empfangs der Düsseldorfer Narren in Kaiserslautern. In den Jahren danach begleitete die „Friedens-Berta“ den Karnevalverein 1838 e.V. Kaiserslautern auf allen Umzügen und ließ aufgrund ihrer gewaltigen Kraft bei einem Umzug in der Eisenbahnstraße manche Fensterscheiben zerbersten. Das führte dazu, dass sie seit dem 11.11.2024 nur noch zur Kampagneneröffnung mit drei Konfettisalutschüssen im Einsatz war.
Presse: Jochen Willner
