Werner Hill verstarb mit 100 Jahren
Die Vereinigung der Badisch-Pfälzischen Karnevalsvereine trauert um eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Fasnacht: Am 02. Mai ist Werner Hill, der gelernte Journalist, Redakteur, Autor und Lokalchef der Speyerer Tagespost im Alter von 100 Jahren gestorben. Kaum ein anderer hat das lokale Geschehen in Speyer so lange als Fotograf und Schreiber erlebt, ohne sich noch selbst ehrenamtlich zu engagieren. Stadtbekannt wurde Hill als Fasnachter der Speyerer Karnevalsgesellschaft (SKG), die er auch drei Jahrzehnte als Präsident führte. Dabei hatte Hill einst erklärt, er sei kein Fasnachter. Er meinte dies damals in dem Sinn, dass das Narrenfest immer stärker mit „Tanz auf den Tischen“ und ähnlichen Späßen verbunden wurde. Stattdessen hatte er eine große Vorliebe für geschliffene Büttenreden, die ihn aus der Fasnacht in Mainz einst inspiriert hatten. So setzte Hill als scharfzüngiger Römer-Darsteller Büttenredner „Spirus Serpentinus“, selbst Maßstäbe in der Bütt. Zudem war er auch Autor des Buches „Fasnacht- ein Portrait des Narrenspiels in badisch-pfälzischen Landen“ und wirkte viele Jahre als Pressereferent der Badisch-Pfälzischen Karnevalvereine. Für seine Verdienste um die Fasnacht erhielt der Verstorbene, der die letzten Jahre in einem Pflegeheim verbrachte, bis hin zum Bundesverdienstkreuz alle Auszeichnungen, die die badisch-pfälzische Karnevalsorganisation zu vergeben hatte.
Presse: Jochen Willner
